Kinderferienprogramm 2017 – Ein Nachmittag mit dem Jäger

Ein Nachmittag mit dem Jäger

Am Montag, dem 29. August trafen sich wieder zahlreiche Winterbacher Kinder, um mit den Jägern einen Nachmittag in der Natur zu verbringen. Genau wie letztes Jahr ging es zu Fuß los. Treffpunkt war diesmal der Erdbeerstand. Obwohl festes Schuhwerk eigentlich selbstverständlich sein sollte, waren einige wenige Kinder mit völlig ungeeigneten Schuhen gekommen. Die Gruppeneinteilung sollte diesmal nicht mit einem Spiel beginnen, deshalb ging es zunächst bis zum Häckselplatz. Hier nun sollten sich die Kinder in einem Kreis aufstellen und die Hände auf den Rücken nehmen. Unsere Helfer legten nun jedem Kind einen Gegenstand in die Hand. Gleicher Gegenstand bedeutete gleich Gruppe.

Als erstes wurde diesmal die Merkfähigkeit der Kinder auf die Probe gestellt. Für eine kurze Zeit wurden verschiedene Jagdgenstände gezeigt und danach abgedeckt. Fast alle Gegenstände haben sich die Kinder merken können.

Als nächstes galt es, verschiedene Spuren von Wildtieren zu erkennen, die auf einem Tuch abgebildet waren. Es war schon erstaunlich, wie viele davon erkannt wurden. Weiter führte uns der Weg in Richtung Wattenbach. Jedes Kind erhielt nun 5 Walnüsse. Diese galt es, als Wintervorrat zu verstecken, um es in der „Notzeit“, wie es bei den Eichhörnchen üblich ist, wieder zu finden.

Selbstverständlich durfte auch diesmal der Einsatz eines Hundes nicht fehlen. Herr Schahl zeigte mit seinem Hund die hervorragen Nasenleistung, zu der Hunde in der Lage sind. An einer Schnur wurde ein fast geruchloser Dummy über die Wiese gezogen, ohne dass der Hund das sehen konnte. Nur mit seiner Nase hat der Hund nun die Suche aufgenommen, und ohne Probleme den Dummy gefunden und zu seinem Herrchen zurückgebracht. Mit dieser Arbeit wurde den Kindern erklärt, wie wichtig ein Hund für den Jäger ist. Gilt es doch, verletztes Wild zu finden und es von seinem Leid zu erlösen. Besonders an der nahen B 29 kommt es immer wieder zu Wildunfällen.

Natürlich durfte der Bewegungsdrang der Kinder nicht fehlen. Am Wattenbach und am Krebsbach durften die Kinder nun als Biber aktiv werden. Jede Gruppe sollte mit Steinen und Zweigen einen Staudamm bauen. Das ist allen hervorragend gelungen und hat sehr viel Spaß gemacht. Die nächste Aufgabe war nun recht einfach. Aus dem aufgestauten Wasser konnte recht einfach mit einer Kehrschaufel Wasser entnommen und in einen bereitgestellten Eimer gefüllt werden.

Nach dieser „Ablenkung“ (beim Eichhörnchen ist dies die Winterruhe) ging es zurück zu den versteckten Walnüssen. Dabei wurden fast alle Nüsse wieder gefunden. Alle Eichhörnchen hätten also ihre Notzeit überlebt. Nach so viele Aktivitäten und Informationen war jetzt noch einmal etwas Wissen gefragt. Galt es doch Aussagen als richtig oder falsch einzuschätzen. Z.B.: Das Reh ist die Frau vom Hirsch (falsch), oder junge Wildschweine nennt man Frischlinge (richtig).

Auf einer Wiese wartete noch der Anhänger der Kreisjägervereinigung Waiblingen auf uns. Unter dem Projekt „Lernort Natur“ sind dort neben Anschauungstafeln auch verschiedene Tierpräparate zu sehen. Neben Fuchs, Baum- und Steinmarder, Waschbär und Rehkitz gibt es aber auch einige Vögel zu sehen. Selbst viele Erwachsene haben bestimmt noch nie einen Neuntöter oder einen Kernbeißer gesehen. Manche Erwachsene hätten da wohl auch Probleme gehabt. Aber die Kinder haben das super hingekriegt.

Alles in allem war diese Station wohl für alle Kinder sehr interessant.

Nach so viel Information hatte dann zum Abschluss unser Helferteam etwas gegen Hunger und Durst vorbereitet. Jedes Kind bekam eine gegrillte Wurst mit Brötchen und etwas zu trinken.

So gestärkt konnten alle den Rückweg zu Erdbeerstand zurücklegen. Mit etwas Verspätung konnten die Eltern ihre Kinder wohlbehalten wieder in Empfang nehmen.

Walter Sailer/Herwig Zwolsky